34. JAZZFESTIVAL WÜRZBURG – 3. LANDESJAZZFESTIVAL BAYERN 2018

DAS 34. JAZZFESTIVAL WÜRZBURG // 3. LANDESJAZZFESTIVAL BAYERN 2018

vom 27. Oktober bis 08. November 2018

„Das Festival mit dem Doppeltitel.“

Seit zwei Jahren macht der Bayerische Jazzverband ein Landesjazzfestival. Er unterstützte neue Konzertreihen in Regensburg (2016) und Murnau (2017). 2018 bot dieser bayerische Verband der lokalen Jazzinitiative Würzburg an, ihr 34. Jazzfestival als drittes Landesjazzfestival durchzuführen.

Die Ini nahm diese Auszeichnung dankend an. Wir freuen uns, dass die bayerische Kulturpolitik unser Würzburger Modell anerkennt. Denn bisher ließ der Landesverband bei den Landesfestivals bayerische Musiker und prominente Stars kombinieren. Das Würzburger Festival geht seit je über die Grenzen des Bundeslands hinaus, hat aber nur punktuell internationale Gäste – wie heuer Sheila Jordan. Ansonsten lautet unser Motto in weiser Selbstbeschränkung „Jazz made in Germany“.

Nun ehrt es uns als mainfränkische Veranstalter, dass der Landesverband uns auf diesem Würzburger Weg folgt.

Wir wünschen allen Festgästen fetzige und gehobene Unterhaltung!
Jazzinitiative Würzburg e.V.

(Foto: N.N.)

Samstag, 27. Oktober 2018 – 19:00 Uhr

Gewinnerband des Hansjürg Hensler Jazzwettbewerbs des Kemptener Frühling

(Ein Förderpreis des Bayerischen Jazzverbandes und der LfA Förderbank)

Felix-Fechenbach-Haus / Stadtteilzentrum Grombühl, Gutenbergstraße 11, 97080 Würzburg

Das 34. Würzburger Jazzfestival zeigt gleich mit seinem allerersten Programmpunkt, dass es zugleich das 3. Bayerische Landesjazzfestival ist. Denn letzteres wird vom Bayerischen Jazzverband ausgerichtet, und der schrieb heuer für den Kemptener Jazzfrühling seinen Förderpreis aus. Zu diesem Preis gehört es, dass die Gewinnerband das herbstliche Fest eröffnen darf. Die Kooperation zwischen Landesverband und regionaler Initiative.

Weitere Informationen folgen nach dem 5.5.2018

(Foto: Lines For Ladies)

Samstag, 27. Oktober 2018 – 20:30 Uhr

Lines for Ladies feat. Sheila Jordan

Felix-Fechenbach-Haus / Stadtteilzentrum Grombühl, Gutenbergstraße 11, 97080 Würzburg

Die Gründer-Sängerinnen Sabine Kühlich und Anne Czichowsky loten mit Wort- und Wahnwitz die Höhen und Tiefen der Oktaven aus. Ihr Programmname „Lines for Ladies“ huldigt einer Sternstunde des Cool-Jazz („Line für Lyons“) und dreht diesen Stil doch in die Gegenwart. In der agiert auch die Lehrerin der Kühlich, die 89-jährige Sheila Jordan, die nach wenigen Jahrzehnten Abwesenheit wieder einmal Gast beim Würzburger Jazzfestival ist. Schon 1962 brachte das Label Blue Note eine Porträt-Platte von ihr raus. Sechs Jahre später zeigte Jordan, wie offen sie für neue Klangkünste ist, und sang auf Carla Bleys „Escalator over the Hill“ mit. Und so blieb es bis heute.
Die „Lines“ sind also kein nostalgisches Vergnügen, sondern erfüllen das, wofür das Jazzfest Würzburg steht: Hier geht’s lang bei der Entwicklung von Jazz-Traditionen für die Zukunft. Begleitet werden die Stimm-Artistinnen von einem ausgewachsenen Jazztrio: Laia Genc agierte oft in östlichen musikalischen Gefilden, Bigband-Erfahrung teilt sie mit Judith Goldbach am Kontrabass, und Drummerin Mareike Wiening beendet grade ihr Masterstudium in New York. Alle sechs interagieren auf der Bühne mit swingender Leichtfüßigkeit in High Heels.

Sabine Kühlich – Gesang, Saxophon
Anne Czichowsky – Gesang
Sheila Jordan – Gesang
Laia Genc – Piano, Gesang
Judith Goldbach – Bass
Mareike Wiening – Drums

Homepage: http://www.sheilajordanjazz.com und https://www.annesingsjazz.com

(Foto: Thomas Siffling)

Samstag, 27. Oktober 2018 – 22:00 Uhr

Thomas Siffling Flow

Felix-Fechenbach-Haus / Stadtteilzentrum Grombühl, Gutenbergstraße 11, 97080 Würzburg

Jahrelang musste der Trompeter Thomas Siffling aus Mannheim sich im Trio bewähren – immerhin in seinem eigenen Trio. Er blies zudem in Bigbands und komponierte Ballettmusik. Dann, im vergangenen Jahr, startete er mit seinem stark elektrifizierten Quintett Flow durch.
Keyboards, E-Gitarre und E-Bass ließen den akzentuierten Swing-Rhythmus immer öfter in Funk oder gar Techno-Muster kippen, und der mit allen Wassern der zeitgenössischen Musik gewaschene Solist schwang sich auf diesem akustischen Teppich zu einer soliden und selbstbewussten Bläserei auf. Große Spielfreude und ebensolche Reife bilden ein irisierendes Gleichgewicht in der unterhaltsamen, manchmal poppigen und sogar tanzbaren Mischung. Vielleicht bekommt das 2018er Festival ja wieder einmal einen Eröffnungsabend, an dem die vorderen Stuhlreihen schnell weggeräumt werden müssen, weil es die ersten Hörer von ihnen hochgerissen hat.
Der Bandleader hat ein starkes Gespür für das, was im Moment das beste ist. Beweis: Auch wenn es sehr brausend zugeht im Saal, greift Thomas Siffling immer wieder mal zu Flügelhorn, um die Sache ein wenig zu beruhigen.

Thomas Siffling – Trompete, Flügelhorn
Heiko Duffner – Gitarre
Konrad Hinsken – Keyboards
Dirk Blümlein – Bass
Christian Huber – Drums

Homepage: https://www.thomassiffling.com

(Foto: Landesjazzensemble)

Sonntag, 28. Oktober 2018 – 19:00 Uhr

Bayerisches Landesjazzensemble

Felix-Fechenbach-Haus / Stadtteilzentrum Grombühl, Gutenbergstraße 11, 97080 Würzburg

Was das Landesjazzfestival Bayern zu einem bayerischen Landesjazzfestival macht, das ist der Auftritt des Bayerischen Landesjazzensembles. Denn dieses Sextett ist jedes Jahr dabei – eine All-Star-Formation des gegenwärtigen zeitgenössischen Jazzes.
Der Trompeter Reichstaller dürfte späte Mitte der 1980er desöfteren in Würzburg gastiert haben, denn zu der Zeit gehörte er zur Jazz Power eines Omnibus-Stammgasts, Charly Antolini. Der Mann weiß sich in wogenden Klangmächten in Szene zu setzen. Ebenfalls kräftigen Druck von Seiten der Lungenflügel hat Saxer Lutz Häfner bereits mehrfach auf dem Würzburger Festival bewiesen.
Paulo Morello an der Gitarre sorgt für eine Virtuosität, die er auf der breiten Traditionslinie mit und um Larry Corryell ausgebildet hat. Mit dem Pianisten Tizian Jost ist er – nicht nur als Produzent – gut eingespielt, ebenso wie Bass und Drums, Sieverts und Jütte, die im Quartett des letzteren und im Ensemble von Jazzini-Gründer Werner Küspert bereits mehrfach am Main gastierten.

Claus Reichstaller – Trompete
Lutz Häfner – Saxophon
Paulo Morello – Gitarre
Tizian Jost – Klavier
Henning Sieverts – Kontrabass, Cello
Bastian Jütte – Schlagzeug

Homepages:

http://clausreichstaller.com

http://www.lutzhaefner.de

http://www.paulomorello.com

http://www.tizian-jost.de

http://www.henningsieverts.de

http://www.bastianjuette.com

(Foto: Three Fall + Mirko Polo)

Sonntag, 28. Oktober 2018 – 20:30 Uhr

Three Fall & Melane

Felix-Fechenbach-Haus / Stadtteilzentrum Grombühl, Gutenbergstraße 11, 97080 Würzburg

Ihr Groove wird von der Besetzung vorprogrammiert: zwei Bläser, nämlich Posaune und Bassklarinette bzw. Sax bilden die zentralen beiden Instrumente von Three Fall. Sie versuchen mit glänzendem Erfolg, Bass und ein Akkordinstrument überflüssig zu machen. Dafür haben sie einen Klasse-Drummer. Äußerste Gegenwärtigkeit ist für jeden der drei Künstler in jedem Sekundenbruchteil unabdingbar. Sie können ihre kleine Besetzung orchestral klingen lassen, zeigen in stetem Wechsel experimentelle Spieltechniken und elektronische Klangbearbeitung.
In ihrer seltenen, bisweilen etwas widerborstigen Mischung hat die Band mit Sitz in Köln schon wesentliche Festivals aufgerollt. Würzburg wird es ihr danken! Und sie bekamen den Adelsschlag – eine CD-Veröffentlichung beim Label ACT. Three Fall spielen abgedreht und wild genug, um einen Hauch Konventionalität von irgendwoher zu vertragen. Dieser Hauch weht gelegentlich von der deutsch-kongolesischen Sängerin Melane Nkounkolo her, wenn die ihre erstaunliche Stimme für Anklänge an Retro-Soul benutzt. Aber schon – Break, und die Dame rappt, allerdings ausgesprochen melodisch. Oder sie singt afrikanisch, wobei mitunter spannenderweise ihre Herren Muster des Südkontinents übernehmen, während sie folkig, rockig angloamerikanisch intoniert. Kurz: Three Fall & Melane erfüllen den Begriff der Weltmusik im allerbesten Sinne.

Melane Nkounkolo – Gesang
Lutz Streun – Tenorsaxofon, Bassklarinette
Til Schneider – Posaune
Sebastian Winne – Schlagzeug, Perkussion

Homepage: http://threefall.de

(Foto: Jazzrausch Bigband)

Sonntag, 28. Oktober 2018 – 22:00 Uhr

Jazzrausch Bigband

Felix-Fechenbach-Haus / Stadtteilzentrum Grombühl, Gutenbergstraße 11, 97080 Würzburg

Gründer Roman Sladek fing als Metal-Drummer an und improvisierte für seinen Vater etwas auf den Klaviertasten, aber nur den weißen, wie er erzählt. Anschließend konzentrierte er sich doch lieber auf die Posaune, und zwar – bis jetzt – endgültig. An diesem Instrument legte er je eine Klassik- und Jazzprüfung an der Musikhochschule München ab. Mit einseitigen Stilen hat er es also nicht. Genau so wichtig: Er übernahm das Management eines Musicclubs, initiierte die wöchentliche Reihe Jazzrausch und brauchte dafür eine Hausband. Damit war seine Bigband geboren und konnte spielen, spielen, Erfahrungen gewinnen und experimentieren. Und musste das auch, häufig neue Programme am selben Ort geben, statt immer das gleiche an wechselnden Locations. Zudem gastiert die JRBB rund alle sechs Wochen im Münchner Techno-Club Harry Klein und unterhält das feierwütige Völkchen.
Sladeks Credo: Jazz kann populäre Musik nehmen und auf das Niveau von Kunstmusik bringen: „Zentral ist dabei für allerdings, dass der Techno in seiner Tanzbarkeit, Wucht und Kraft bestehen bleibt, zusätzlich aber um Facetten erweitert wird, die ihn tiefer und komplexer gestalten.“ Zum zweiten Mal 2018 lädt die Jazzini Würzburg zum Tanzabend

Daniel Klingl, Rapha Huber, Moritz Stahl, Florian Leuschner – Holzbläser
Angela Avetisyan, Julius Braun, Roman Sladek, Carsten Fuss, Jutta Keeß – Blechbläser
Patricia Roemer – Gesang
Heinrich Wulff – Gitarre
Kevin Welch – Piano
Leonhard Kuhn – Elektronik
Maximilian Hirning – Bass
Marco Dufner – Schlagzeug

Homepage: https://de-de.facebook.com/jazzrauschbigband/

(Foto: N.N.)

Rahmenprogramm:

Donnerstag, 08. November 2018 – 19:30 Uhr

Marco Netzbandt Trio

Klangraum Jazz-Konzert im Kulturspeicher Würzburg (Freundeskreis Kulturspeicher e.V.)

Veranstaltungsort: Kulturspeicher
Oskar-Laredo-Platz 1, 97080 Würzburg

Eintritt: 14,- Euro

Weitere Infos: siehe Homepage des
Freundeskreis Kulturspeicher e.V.

Der Würzburger Pianist ist in Klassik und Jazz ausgebildet, erarbeitete sich aber auch einen Ruf als versierter Popularmusiker. Bevor er sein Examen machte, gewann er in Krakau schon den International Jazz Contest. Das war 1997, 15 Jahre später zeichnete ihn die Stadt Würzburg mit dem Kulturförderpreis aus. Oft wirkte er etwas im Hintergrund, etwa mit Kompositionen und Arrangements für befreundete Künstler, bei denen er teilweise auch als Ensemblemitglied auftrat. Neben Solo-Abenden überraschte er häufig in Duo-Formationen (mit Gitarre oder zwei Klavieren). Jetzt ist es an der Zeit, Marco Netzbandt wieder einmal in der klassischen Formation mit Bass und Schlagzeug zu entdecken.

Marco Netzbandt – Piano
N.N. – Kontrabass
N.N. – Schlagzeug

Veranstaltungsort:

Felix-Fechenbach-Haus

(Stadtteilzentrum Grombühl)

Petrinistraße / Ecke Gutenbergstraße

97080 Würzburg

Hier gehts zur Google-Anfahrtsbeschreibung 

Eintrittspreise zum Jazzfestival:

Eintrittspreise im Felix-Fechenbach-Haus/Stadtteilzentrum Grombühl:

  • Abendkasse
    40,00 Euro
    Tagesticket Samstag
  • Abendkasse
    40,00 Euro
    Tagesticket Sonntag
  • Studenten
    25,00 Euro
    pro Festival-Tag
  • Schüler
    15,00 Euro
    pro Festival-Tag

Mitglieder der Jazzinitiative Würzburg haben freien Eintritt zu den Veranstaltungen im Felix-Fechenbach-Haus.

Kartenvorverkauf:

Vorverkauf ab Ende August bei der Tourist-Information Würzburg (Tel. 0931 / 372-398)
und im Buchladen Neuer Weg, Sanderstraße 23-25

Vielen Dank an unsere Sponsoren